Antwort: Schmierblutungen und Schmerzen Clomifenzyklus


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Geschrieben von Manfred van Treek am 22. März 2009 23:26:35:

Als Antwort auf: Antwort: Schmierblutungen und Schmerzen Clomifenzyklus geschrieben von Simone am 22. März 2009 00:05:34:

Sehr geehrte Frau Simone ....

Danke für Ihre erneute Antwort.
Ich selber habe keine Erfahrung in der Behandlung von Infertilität durch Beeinflussung der Blutgerinnung in die Richtung, dass die Stärke der Gerinnungsfähigkeit herabgesetzt wird. Es ist sicherlich ein beachtenswerter Therapieansatz. Arbeitet denn das Gerinnungsinstitut, wo Sie sich haben untersuchen lassen, mit Gynäkolgen zusammen? Oder wird das Gerinnungslabor von einer gynäkologischen Praxis betrieben? Sie können in jedem Falle dort nachfragen, welche Erfahrungen man dort hat. Desweiteren scheint mir Ihre Gerinnung aber gar nicht so außergewöhnlich außerhalb der Norm zu sein, wobei das Ergebnis von Protein S noch nicht vorliegt. Sie geben folgende Werte an:

Plättchenreaktivitätsindex: 0,84 (< 1,2)
Plasmaviskosität: 1,38 mPas (1,14-1,34)
HKT: 43,4 % (M:42-50, F:36-45)
Erythrozytenaggregation: 12,2 ( 8-21)
Thrombozyten: 339 / (L 150-400x1000)
Sonstiger Gerinnungsstatus unauffällig ( Protein S folgt)

Der Plättchenreaktivitätsindex ist normal (< 1,2).
Die Plasmaviskosität ist minimal erhöht; mit Viskosität ist die Zähflüssigkeit eines Stoffes gemeint, Honig z.B. ist visköser als Wasser.
Der Hämatokritwert (HKT) ist bei Ihnen mit 43,4 % normal, wenn auch im oberen Drittel des Normbereiches.
Die Aggregationsrate der Erythrozyten ist normal. Erythrozyten = rote Blutkörperchen.
Die Thrombozyten sind auch normal, wenn auch im oberen Drittel. Thrombozyten = Blutplättchen.

Sie schreiben, dass Eisen - Ferritin eher erhöht sei. Wie sind denn die Werte und die Normwerte des betreffenden Labors? Wurden sie bestimmt? Aus Hämatokrit und Plasmaviskosität, also aus „zu dickem Blut“ kann man noch keine Rückschlüsse auf das Ferritin machen. Die Aussage Ihrer Ärzte zu Selen im Zusammenhang mit zuviel Eisen bzw. „zu dickem Blut“ hatte mich jetzt etwas verunsichert. Deswegen habe ich gerade nochmal im „Handbuch für orthomolekulare Medizin“ von Dietl/Ohlenschläger aus dem Haug-Verlag, 2. Auflage, 1998 nachgeschaut. Da ist nicht die Rede davon, dass Selen einen erhöhten Eisenspiegel noch stärker erhöht oder „dickes Blut“ noch dicker macht. Bitte fragen Sie ihre Ärzte, woher sie die Information haben und ob es Untersuchungen darüber gibt. Ich bin durchaus lernbereit und nehme gerne Fakten an, die ich noch nicht kenne.
Sollten bei Ihnen aber wirklich die drei Faktoren zusammen kommen: erhöhtes Ferritin, erhöhte Blutgerinnungsneigung, erhöhte Plasmaviskosität, dann könnte diese Situation aus Sicht der klassischen ausleitenden Verfahren ganz altmodisch mit Aderlässen behandelt werden. Wie das geht, können Sie auf meiner Webseite www.praxisvantreek.de anschauen. Aber dann müsste ganz sicher sein, dass Sie ein „blutfülliger“ Typus sind, d.h. Neigung zu roter Haut, bes. rotem Kopf, evtl. Neigung zu Bluthochdruck eher als zu zu niedrigem Blutdruck.
Bei Hashimoto-Thyreoiditis können Entzündungswerte auf Dauer erhöht sein, denn es handelt sich ja um eine chronische Entzündung, eine Autoimmun-Entzündung der Schilddrüse. Meistens bemerken die Betroffenen (mehr als 90 % der Hashimoto-Patienten sind Frauen) die Entzündung der Schilddrüse gar nicht, sie ist in der Regel schmerzlos.
Die Nebenwirkungen der Puregon-Injektionen können sehr problematisch werden. Es handelt sich bei dem Wirkstoff um eine gentechnisch hergestellte Kopie von follikelstimulierendem Hormon. Es kann zu einem sogenannten Hyperstimulationssyndrom kommen, und das ist nicht ungefährlich.
Auf folgendem Link können Sie Infos über das Verfahren bekommen:
http://www.emea.europa.eu/humandocs/PDFs/EPAR/Puregon/000396de1.pdf
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Ihre Angabe zu Ihrer Laktoseintoleranz ist noch von Wichtigkeit. Laktose- und Glutenunverträglichkeit treten gehäuft gemeinsam bei einem Menschen auf.
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Mit Ihrem jüngsten Beitrag legen Sie dar, dass Sie nicht bereit sind, allen Empfehlungen der „Fruchbarkeitsspezialisten“ kritiklos zu folgen, und das finde ich gut. Sie schreiben völlig richtig, dass das Problem im Festhalten der Schwangerschaft besteht und nicht etwa darin, dass eine Schwangerschaft gar nicht eintreten könnte. Darin liegt übrigens der begriffliche Unterschied zwischen Sterilität und Infertilität. Bei der Sterilität kommt es gar nicht zu einer Schwangerschaft, bei der Infertilität kann eine eingetretene Schwangerschaft nicht ausgetragen werden.
Mich würden nun die konkreten Werte für Ferritin, Eisen und Hämoglobin interessieren.

Mit freundlichen Grüßen
Manfred van Treek



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