Danke für Ihre Antwort und dass Sie sich für meine ganzheitliche Herangehensweise an die Problematik interessieren.
Die Schilddrüse betreffend: Sie sind bei dem Endokrinologen anscheinend in guten Händen. Aber denken Sie bitte auch noch an die 200 µg Selen täglich.
Das Ferritin betreffend: Es kann tatsächlich sein, dass die Information über die größere Bedeutung des Ferritins für die Diagnose eines Eisenmangelsyndroms bei manchen Hausärzten noch nicht angekommen ist. Jetzt gibt es aber ein Problem und das macht meinen Berufsstand ein bischen schlecht; es könnte ein finanzielles Problem sein! Das Laborbudget des Arztes wird mit einer Eisenbestimmung nur mit einigen Cent belastet. Die Ferritinbestimmung kostet aber mehrere Euro. Fragen Sie Ihren Arzt, ob hier das Problem liegt; bieten Sie ihm an, die Kosten selber zu tragen. Ich hoffe, er schämt sich dann so sehr, dass er Ihnen diese im Grunde immer noch billige Untersuchungsmethode gönnen wird. Billig im Vergleich zu Ihnen möglicherweise noch bevorstehenden Methoden der Reproduktionsmedizin, die vermeidbar wären, wenn ein einfacher Eisenmangel Ursache oder Teilursache der Unfruchtbarkeit wäre.
Nun zu dem Puregon. Ihre Zweifel sind berechtigt!! Ich habe einige Fragen:
Sind Sie informiert worden über den Sinn und Zweck dieses Mittels?
Kennen Sie mögliche Nebenwirkungen?
Brauchen Sie Puregon aus hormoneller Sicht überhaupt?
Wie begründet der Gynäkologe den Einsatz dieses Mittels bei Ihnen?
Wenn Sie über diese Fragen von Ihrem behandelnden Gynäkologen nicht aufgeklärt worden sind, dann können Sie gerne nochmal – ich glaube, es heißt - „posten“. Ich werde dann schnellstmöglich antworten und meine Überlegungen dazu mitteilen.
Den geplanten Besuch beim Immunologen betreffend: Das ist gar nicht schlecht, auch hier Diagnostik zu betreiben. Aber selbst wenn diese negativ ausfällt: denken Sie bitte auch daran, mittels Gentest (www.labovital.de) eine Gluten-Intoleranz (www.gluten-intoleranz.de) auszuschließen oder zu bestätigen.
Den Mönchspfeffer betreffend: Nehmen Sie ein Mönchspfefferpräparat ruhig gleichzeitig zu den anderen Methoden. Sie werden einen möglichen positiven Effekt nicht unbedingt „spüren“. Dem Mönchspfeffer könnte eine Teilursache für eine erfolgreiche Schwangerschaft zugesprochen werden, wenn es dazu kommt. Ich hoffe es für Sie. Die Wirkungsweise von Mönchspfeffer ist vielen nicht bekannt. Ich will sie kurz erläutern: Wenn eine Frau ein Kind bekommen hat, dann sorgt eine verstärkte Ausschüttung von Prolaktin aus der Hypophyse dafür, dass die Frau auch stillen kann. Pro = für und Lakt = Milch. Gleichzeitig bremst das Prolaktin aber die Gelbkörperaktivität im Eierstock, es verhindert einige Monate lang weitere Eisprünge. Das ist sehr sinnvoll, denn eine Frau, die ihre physische Kraft auf das Stillen richtet, sollte nicht gleich mit dem nächsten Kind belastet sein. Das hat die Natur sehr klug eingerichtet. Mönchspfeffer hat nun die Eigenschaft, das Prolaktin zu hemmen. Somit kommt es durch Mönchspfeffer zu einer "Hemmung der Hemmung der Gelbkörperaktivität". Also hat Mönchspfeffer eine "progesteronerge" = Progesteron fördernde Wirkung.
Noch etwas zu Ihrer persönlichen Situation: Kann es sein, dass Sie ein bischen zuviel hadern? Sie schreiben oft „leider“ und „schade“ und „alleingelassen werden“ und „wertvolle Zeit verstrichen“. Ich meine, Sie haben ein Recht zu hadern und traurig zu sein. Und ich hoffe, es hilft Ihnen bei der Verarbeitung Ihrer zur Zeit nicht leichten Situation weiter, wenn Sie Ihren Frust mal rauslassen. Aber: wissen Sie, was „Patient“ auf deutsch heißt? Es kommt aus dem Lateinischen und heißt wörtlich übersetzt: „Geduldiger“ oder „Geduldige“. Ein Problem ist sicherlich der sehr spät aufgetretene Kinderwunsch. Ich hoffe, Sie und Ihr Mann schaffen es, ohne Zwang und Krampf an Behandlungen heranzugehen. Nehmen Sie es doch einfach so, wie es kommt. Wie es kommt, so sollte es eben auch sein. Vielleicht können Sie sich ja die Gelassenheit geben, es in die Hände der weisen Mutter Natur zu geben oder, wenn sie ein religiöser Mensch sind, in die Hände Gottes.
Für heute dann mal herzliche Grüße aus Viernheim
Manfred van Treek
- Antwort: Schmierblutungen und Schmerzen Clomifenzyklus Simone 22.03.2009 00:05
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- Antwort: Schmierblutungen und Schmerzen Clomifenzyklus Manfred van Treek 22.03.2009 23:26
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- Mehrere Probleme bei Kinderwunsch Simone 23.03.2009 12:08
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- Antwort: Schmierblutungen und Schmerzen Clomifenzyklus Manfred van Treek 22.03.2009 23:26
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